Spiegelwand, Ballettstangen, Holzböden − und mittendrin sitzen Menschen auf dem Boden und arbeiten an Governance-Fragen. Das war der vierte Workshop unserer Beratung und Prozessbegleitung in Lernenden Netzwerken bei Mehrwertvoll. Dieser fand in den Räumen der Tanzfabrik Berlin statt, die als eine von fünf Organisationen an unserem Programm teilnimmt. Denn auch eine Tanzschule braucht Strukturen, damit Nachhaltigkeit nicht am Engagement Einzelner hängt.
Genau das haben Auli Eberle und Mirko Hohmann letzte Woche in ihrem Workshop aufgegriffen: Wie verankern wir Nachhaltigkeit strukturell in unseren Organisationen? Unsere Hypothese ist: Für kleine Organisationen kommt es nicht auf ein perfektes Organigramm an, sondern darauf, wie Kommunikation funktioniert. Wenn wir das berücksichtigen, können wir klassische Fehler umgehen, nämlich dass es an Einzelpersonen hängen bleibt oder so breit verteilt ist, dass niemand mehr zuständig ist.
Um das zu umgehen, haben wir analysiert, wie vergangene Veränderungsprozesse und Entscheidungen getroffen wurden, und welche Kommunikationsformate gut funktionieren. Daraus konnten dann alle Organisationen Anknüpfungspunkte für ihre Nachhaltigkeitsstrukturen ableiten. Das kann in ein Organigramm fließen, muss es aber nicht. Wichtig ist das Mandat und ein eigener Rhythmus. Daran arbeiten die teilnehmenden Organisationen nun in der Sommerpause.



